TalentMatch

Das Matching

Was das System tut — und was es ausdrücklich nicht tut.

Die meisten Anbieter erklären ihr Matching nicht, weil es aus einer Vektorähnlichkeit zwischen zwei Textblöcken besteht. Das hier ist die vollständige Kette.

  1. 01KandidatenpoolNur Ihr eigener Mandant. Importierte Kandidaten sind für keinen anderen Kunden sichtbar.
  2. 02Grenzen des KandidatenWas der Mensch selbst erklärt hat — Mindestgehalt, Land, „sucht nicht“ — wird respektiert. Das schützt ihn, es schließt ihn nicht aus.
  3. 03StrukturvorauswahlDatenbankfilter über Region, Gehaltsband, Berufsjahre, Sprache, Arbeitsmodell.
  4. 04VektorähnlichkeitKIErweitert die Vorauswahl um fachlich Verwandtes. Wer EKS, Helm und ArgoCD betrieben hat, kommt in die engere Auswahl für Kubernetes — ob es wirklich zählt, entscheidet die nächste Stufe.
  5. 05BelegprüfungFür jede Anforderung wird gesucht, was sie belegt: direkt genannt, über die Taxonomie abgeleitet, oder gar nicht. Mit Jahren und Aktualität.
  6. 06BewertungGewichtete Teilbewertungen. Rein rechnerisch, ohne Sprachmodell — dieselben Eingaben ergeben immer dasselbe Ergebnis.
  7. 07EinordnungSehr passend, Passend, Prüfen, Konflikt. Eine offene Muss-Anforderung ergibt immer Konflikt, auch bei hoher Bewertung.
  8. 08BegründungAus Anforderung und Beleg gerendert. Kein Sprachmodell im Erklärpfad — es könnte etwas behaupten, das in den Daten nicht steht.

Ein Sprachmodell kommt an genau zwei Stellen vor: beim Auslesen von Dokumenten und beim Erweitern der Vorauswahl. An der Bewertung selbst ist es nicht beteiligt.

Warum nicht einfach Vektorähnlichkeit

Textähnlichkeit belohnt Schreibstil, nicht Können.

Embedding allein

Ein Lebenslauf, der die Branchensprache der Stellenanzeige spricht, landet oben. Jemand, der dieselbe Arbeit seit sieben Jahren macht, sie aber nüchtern beschreibt, landet unten. Das ist messbar, aber es misst das Falsche.

Taxonomie und Belege

„EKS, 3 Jahre, zuletzt 2026“ zählt zu 80 % als Nachweis für Kubernetes — weil diese Beziehung einmal fachlich hinterlegt wurde, nicht weil ein Modell sie im Einzelfall für plausibel hält. Nachprüfbar und für alle Kandidaten gleich.

Was das Matching nicht sieht

Geschützte Merkmale erreichen die Bewertung nicht.

Ein deutscher Lebenslauf enthält oft Foto, Geburtsdatum, Familienstand und Staatsangehörigkeit. Fließtexte enthalten indirekt Elternzeit, Ehrenamt oder Wehrdienst.

Bewertet wird ausschließlich

  • + Rollen
  • + normalisierte Fähigkeiten mit Jahren und Aktualität
  • + Branchen
  • + fachliche Tätigkeiten
  • + Ausbildungsgrad
  • + Sprachen mit Niveau
  • + Region
  • + selbst erklärte Präferenzen

Wird gar nicht erst gespeichert

  • Geburtsdatum
  • Foto
  • Geschlecht
  • Familienstand
  • Staatsangehörigkeit
  • Straßenadresse
  • Deutung von Lücken im Lebenslauf
  • Rohtext des Lebenslaufs

Diese Trennung ist keine Einstellung, die jemand versehentlich umlegen kann. Der Bewertungscode hat auf das Originaldokument keinen Zugriff, und die Bauprüfung schlägt fehl, wenn jemand es versucht.

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